Bibelzentrum

Bilder vom Bau des Bibelzentrums...

Die Kraft des Wortes für die Not der Gemeinde

Mitten in Dire Dawa, einer vom Islam geprägten Stadt in einer vom Islam dominierten Gegend, ragt ein dreistöckiges Bibelzentrum aus der Häuserlandschaft. Wie kam es dazu? Warum gerade Dire Dawa? Was haben wir mit dem Bibelzentrum vor?

Die Not der Gemeinde

Alles begann mit einer schier unmöglich wirkenden Idee: Wir bauen ein Schulungszentrum, an dem wir regelmäßig für die Evangelisten unserer Mission Bibelschulungen anbieten. Die Gemeinde in Äthiopien wächst in vielen Gebieten explosionsartig. Wenige schlecht geschulte Gemeindemitarbeiter (Älteste, Lehrer, Evangelisten) stehen einem Heer von jungen Christen gegenüber. Es gibt zu wenig Bibeln, zu wenig Literatur und kaum Bibelschulen, Seminare oder Rüstkurse für die Arbeiter im Reich Gottes. Die Folgen dieses Mangels liegen auf der Hand. Irrlehren und Sekten sprießen in Äthiopien aus allen Ecken, und die Christen, die kein festes Lehrfundament haben, laufen häufig den schillernden „Erweckungspredigern“ nach, die ihnen Wohlstand, Gesundheit, Erfolg und allerlei „geistliches“ Spektakel verheißen, wenn sie sich ihrer Lehre anschließen. Immer wieder hören wir die Bedenken, dass es nicht genüge zu evangelisieren und Gemeinden zu gründen. Es sei unverantwortlich, die neubekehrten Christen und die jungen Gemeinden einfach sich selbst zu überlassen. Diese Bedenken sind mehr als berechtigt. Wir erleben in Äthiopien täglich, was passiert, wenn junge Gemeinden nicht auf einem soliden, biblischen Lehrfundament gegründet sind.

 

 

Kein Raum für Bibelschulungen

Um dieser Not zu begegnen, begannen wir sporadische Bibelschulungen durchzuführen. Die Kosten für die Unterkunft und Verpflegung überstiegen jedoch schon bald unser Budget. Ein eigenes Gebäude würde die ständig steigenden Mieten umgehen und eine starke Basis bilden, von der aus wir Schulungen für ganz Äthiopien anbieten könnten. Die Idee schien damals noch wie ein Märchen: ein Gebäude, das Raum für ca. 100 Schüler bieten würde; ein Ort, an dem die Evangelisten von ihrem entbehrungsreichen Dienst zur Ruhe kommen und an Körper, Geist und Seele erbaut werden können.

 

 

Gott macht das Unmögliche möglich

2008 war es tatsächlich so weit. Wir konnten ein Grundstück gegenüber der Gemeinde von Dire Dawa erwerben - die Arbeit begann. Zu Beginn glich die Baustelle für deutsche Verhältnisse noch einer Ruine, doch sollte sich das bald ändern. Schritt für Schritt, Spende für Spende nahm das Gebäude Gestalt an. Heute ragt ein dreistöckiges Gebäude über die Bäume Dire Dawas. Es bietet Schlafplätze für 100 Schüler, Schulung und Konferenzräume, Büros, WCs und Bäder, Wohnräume für Gastdozenten, eine Großküche und einen Essbereich. Auf der Dachterrasse können die Schüler die Gemeinschaft genießen, auf dem Innenhof gibt es die Möglichkeit Kleidung zu waschen. Um es kurz zu machen: in diesem Haus ist für alles gesorgt. Gott hat das Unmögliche möglich gemacht. Inzwischen finden übers ganze Jahr verteilt Schulungen statt.

 

 

Das Wort Gottes muss hochgehalten werden

Wie oben schon angedeutet versuchen wir, durch das Bibelzentrum den Problemen der Gemeinden zu begegnen. Zurzeit konzentrieren wir uns darauf, den Evangelisten und Kindermissionaren das Wort Gottes wichtig zu machen; es soll einzige Autorität für den Glauben und den Gemeindebau sein. Dazu gehört ein sorgfältiges und gründliches Vorgehen bei der Auslegung. Wir verlassen uns auf die Kraft des Wortes Gottes, die Gemeinden zu erneuern und vor falschen Lehren zu bewahren. Für die Schulungen gehen wir selber nach Äthiopien, wobei Shimeles und Roman für die Evangelisten und Jutta für die Kindermissionare verantwortlich sind. Darüber hinaus laden wir Gastdozenten aus Deutschland ein, die in Äthiopien Themen unterrichten, die wir zum Teil vorgeben, wenn wir eine bestimmte Not wahrnehmen oder ein Problem sehen, dem wir entgegenwirken wollen.

 

Wie sollen wir uns das leisten?

Mit den ersten Schulungen durften wir 2016 beginnen. Seitdem tragen wir die Kosten durch die allgemeinen Spenden, die wir erhalten. Obwohl wir für jede Schulung heute weit weniger bezahlen müssen als damals, als wir uns die Unterkunft noch mieten mussten, fallen weiterhin hohe Kosten an. Das liegt unter anderem daran, dass wir die Schulungen intensivieren, um das Potential des Bibelzentrums voll auszuschöpfen. Es wäre schade, die Räume zeitweise ungenutzt zu lassen, wenn der Bedarf an Schulungen immer dringender wird. Die Anreisekosten der Schüler, die Verpflegung, das Material, die Wartungskosten, das Gehalt der Mitarbeiter, die Vergütung der Dozenten, das alles sind Kosten, für die wir immer noch aufkommen müssen. Die Rechnung ist einfach. Je mehr Geld uns für Schulungen zur Verfügung steht, desto häufiger können wir diese anbieten. Der Bedarf ist auf jeden Fall da.

Die Gemeinde und die einzelnen Geschwister in Äthiopien müssen auf dem soliden Lehrfundament der Bibel gegründet werden. Bitte beten Sie dafür, dass unsere Arbeit im Bibelzentrum in Dire Dawa dazu beiträgt.

Aktuelles zu diesem Tätigkeitsfeld

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Mit einer Spende mithelfen...

Helfen zu können ist etwas Großartiges. Was die Unterstützung von Evangelisten und anderen hilfsbedürftigen Menschen in Äthiopien angeht, übersteigt der Bedarf unsere finanziellen Möglichkeiten. Deswegen sind wir auf Mithilfe angewiesen. Wir freuen uns über jede noch so kleine Spende.