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Adugna – sein Weg zu Jesus

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A Jutta Retta
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Adugna ist heute Evangelist in einem Ort namens Goha, eine besonders interessante Gemeindegründung. Aber früher sah sein Leben ganz anders aus…

„Diese Worte sind gewiss und wahrhaftig“ – Offb. 22,6

Adugna wuchs in einer orthodoxen Familie auf. Sein Leben verlief zunächst unspektakulär und völlig normal, bis er als junger Mann plötzlich verhaftet und zu Unrecht angeklagt wurde. Zunächst schien es Adugna, dass sich der Fall schnell aufklären würde und er freikäme. Aber seine Hoffnung verließ ihn bald – er wurde zu sechs Jahren Haft verurteilt. Nun saß Adugna im Gefängnis mit vielen Fragen. Warum musste das geschehen? Er war kein Verbrecher, hatte nichts getan. Anfangs wollte er schier daran verzweifeln, aber da war ein Mann, der immer wieder ins Gefängnis kam und sich um die Häftlinge kümmerte, ein Evangelist. Dieser gab ihm Bibelworte, die Adugna trafen. Ja, er war kein Verbrecher, aber Adugna erkannte, dass er dennoch ein Sünder war. Diese Erkenntnis traf ihn tief. Dann verstand er, dass Jesus Christus für seine Sünden gestorben war und ihm Erlösung anbot. Der obige Vers war es, der Adugna wie eine Unterschrift Gottes unter all die Verse war, die er bekommen hatte – alles war gewiss und wahr. Da bekehrte Adugna sich und gab sein Leben Jesus. Mit dem Tag änderte sich alles für Adugna. Natürlich war er im Gefängnis, aber es war, als wäre es dort plötzlich hell geworden. Adugna las täglich in der Bibel, die ihm der Evangelist gegeben hatte, und er betete. Aus dem verbitterten, verzweifelten jungen Mann wurde ein lebendiger Christ.

 

Wieder in Freiheit

Als Adugna nach sechs Jahren freikam, ging er zurück in seinen Beruf und arbeitete. Er gründete eine Familie und hat inzwischen zwei kleine Söhne. Sein Leben war also wieder völlig normal, mit dem Unterschied allerdings, dass Adugna keine Gelegenheit ausließ, Menschen von Jesus zu erzählen. Er wollte so gern weitergeben, was der Herr für ihn getan hatte, damit auch andere zum Heil kommen konnten. Mehrere bekehrten sich, vor allem ehemalige Häftlinge – die lagen Adugna besonders am Herzen, er konnte sich gut in sie hineinversetzen und ihre Probleme verstehen. Es entstand ein kleiner Hauskreis, der inzwischen zu einer richtigen Gemeindegründung wurde – Goha Tsion.

 

Goha Tsion – eine Gemeinde entsteht

Goha Tsion hat heute 18 getaufte Christen, dazu kommen 23 Kinder. Viele der Mitglieder sind ehemalige Häftlinge, die Adugna auffing, als sie entlassen wurden und nicht wussten, wohin sie gehen sollten. Aber es bekehrten sich auch andere Leute aus dem Ort. In der Gegend in und um Goha gehören die meisten Bewohner der alten Stammesreligion an, folgen also dem Schamanen und beten zu den Geistern. Orthodoxe Kirche und Islam haben hier nur wenig erreicht. Es liegt also ein weites Missionsfeld da – und Adugna hat inzwischen seinen Beruf aufgegeben und ist in Goha als vollzeitlicher Evangelist angefangen. Er ist sehr dankbar und glücklich, dass der Herr ihm diese Möglichkeit schenkt, für Ihn Zeuge zu sein!

Betet für Adugna, und betet für die Menschen in Goha, dass sie ihr Herz für das Evangelium öffnen!

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