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Armenhilfe

Teilen – ein Opfer, das Gott gefällt.

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A Renate Retta
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Wir geben nicht nur den Armen, wir empfangen auch von den Armen, die mit uns teilen.

In meiner stillen Zeit las ich vor kurzem Hebräer 13. In diesem Kapitel gibt es viele Dinge, über die es sich lohnt nachzudenken und die Bedarf bieten im eigenen Leben angewandt zu werden. Ein Vers, über den ich an diesem Tag nachgedacht hatte, war Vers 16: „Gutes zu tun und mit anderen zu teilen vergesst nicht, denn solche Opfer gefallen Gott.“

„Gutes tun“.... In meine Gedanken ging ich eine ganze Liste mit Dingen durch, bei denen ich wusste: „Hier kann ich etwas Gutes für jemanden tun.“ Da waren mein Mann, meine Kinder, meine Familie, die Gemeinde, Freunde usw. Sobald man einen Menschen etwas näher kennen lernt, weiß man, dass man nicht nur selbst Sorgen und Nöte hat und in einigen Dingen Hilfe benötigt, sondern dass es den Menschen um uns herum genauso geht. Oft haben sie sogar noch größere Nöte und Probleme als wir selbst und sind dankbar für eine helfende Hand, die sich ihnen entgegenstreckt. Im Alltag ist man umgeben von Menschen, denen man Gutes tun kann.

Aber wie sieht es mit dem Teilen aus, das wir ebenfalls nicht vergessen sollen? Über diese Aufforderung habe ich etwas länger nachgedacht. Spontan fiel mir ein, dass wir unsere Kinder dazu erziehen, ihr Spielzeug miteinander zu teilen oder aber Kekse und Süßigkeiten nicht nur für sich zu behalten, sondern auch abgeben zu können. Wenn Nachbarn an der Haustür klingeln und mich zum Beispiel um ein Ei bitten, dann gebe ich ihnen dies natürlich sehr gerne. Auch Zeit kann man teilen, in dem man diese nicht nur für sich selbst und das eigene Wohlbefinden gebraucht, sondern sie mit anderen verbringt, ihnen zuhört oder einfach nur für sie da ist.

Aber ist die „Teilen-Liste“ damit abgeschlossen? Oder gibt es noch mehr, dass wir teilen können?

Mir fielen unsere ganzen Spender ein, deren Gaben ich jeden Monat verbuchen darf. So viele Menschen, die ihr Einkommen mit Kindern, Evangelisten, Armen, Kranken und behinderten Menschen in Äthiopien teilen. So viele Opfer werden gebracht, die Gott gefallen und Ihn ehren - ist das nicht schön?

Heute las ich einen Bericht über einen Mann aus unserem Armenhilfeprojekt- Lema Tebeka. Als ich diesen Bericht las, wurde mir klar, dass nicht nur wir mit Lema etwas teilen, sondern das er auch etwas mit uns teilt. Dazu möchte ich Euch Lemma kurz vorstellen. Lema war früher Evangelist. Er liebte das Wort Gottes und hatte viel Freude daran, dies den Menschen weiterzugeben. Obwohl er nur ein sehr kleines Gehalt bekam, tat er seine Arbeit treu und mit voller Hingabe für den Herrn. Heute ist Lema nicht mehr in der Lage seine Arbeit fortzusetzen. Er ist heute noch vielen Menschen ein geistliches Vorbild, aber körperlich ist er alt und sehr schwach geworden. Da es in Äthiopien keine Rentenversicherung gibt, wäre eigentlich seine Tochter für sein Wohlbefinden verantwortlich. Aber wie soll ihm diese Helfen, wenn sie ihre Kinder ernähren muss und selbst darum kämpfen muss, um über die Runden zu kommen? 

Die Dorfältesten sprachen meinen Schwiegervater auf Lema an und baten ihn Lema in unser Armenhilfeproject aufzunehmen. Mein Schwiegervater willigte ein, und nun darf Lema genug zu Essen und ein Dach über dem Kopf haben. Gott hatte für ihn gesorgt. Ich las seinen Bericht weiter und stieß auf einen Satz: Er unterstützt die Mission mit seinen Gebeten… Diese Aufgabe nimmt Lema sehr ernst. Lema ist arm und alt. Rein menschlich gesehen hat er nichts, dass er mit uns teilen kann, aber geistlich gesehen, teilt er alles, was er hat, mit uns. 

Ich finde es bemerkenswert, wie viele Möglichkeiten und Gelegenheiten der Herr uns schenkt, etwas mit anderen zu teilen.

 

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