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Bibelzentrum

Eine Bruchbude als Bibelschule?

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A Roman Retta
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Die Bibelschule in Meta Robi steht wörtlich kurz vor dem Zusammenbruch. Was können wir tun, um den Geschwistern zu helfen.

Als ich 2013 das erste Mal nach Meta Robi kam, führten uns die Ältesten über das Grundstück der Gemeinde. Sie zeigten uns das Gemeindehaus, in der sich die Geschwister jeden Sonntag zum Gottesdienst versammeln. Es war eine c.a. fünfzig Meter lange Lehmhütte, mit einem Wellblechdach. Dann führten sie uns durch ein bisschen Gebüsch zu ein paar kleineren Hütten. Eine der Hütten bestand aus zwei dürftig ausgestatteten Klassenzimmern. Die zweite, etwas längere Hütte war in mehrere Zimmer mit Betten aufgeteilt. In der letzten Hütte lagen einige Topfe und etwas Geschirr auf einer Arbeitsfläche. Einige Getreidesäcke standen an der Wand und auf dem Boden befand sich eine offene Feuerstelle und einer offenen Feuerstelle. Einer der Ältesten begann zu erzähle: „Dies ist die Bibelschule, die wir als Gemeinde selbst aufgebaut haben, und seitdem am laufen halten. Wir haben uns ein Feld gepachtet, auf dem unsere Gemeindemitglieder im Wöchentlichen Wechsel arbeiten. Der von dem Erlös bezahlen anfallenden Kosten.“

 

Aber wozu braucht eine kleine Gemeinde weit auf dem Land überhaupt eine eigene Bibelschule? Die Gemeinde, auf deren Grundstück sich die Bibelschule befindet ist nur eine von 36 Gemeinden die über  ganz Meta Robi verteilt sind. Einige der Ortsgemeinden sind schon so gewachsen, dass sie bereist Evangelisten aussenden, um weitere Gemeinden zu gründen. So gibt es zusätzlich zu den 36 „ausgewachsenen“ Gemeinden noch 31 Gemeindegründungen. Insgesamt zählen die Gemeindeleiter über 22.400 getaufte Mitglieder. Durch die schlechte Straßenverbindung und ein unzureichendes Telefonnetz, leben die Geschwister in relativer Isolation. Mit diesem Wissen stellt sich eher die Frage, wie so eine Kleine Bibelschule ausreichen soll, um die Evangelisten, Prediger, Musiker und Kinderstundenmitarbeit zu schulen. Doch die Geschwister wollen ihren Teil dazu beitragen, um die Lehre in den vielen Gemeinden und Gemeindegründungen gesund zu halten.

 

Damals war ich tief beeindruckt von der Hingabe dieser Geschwister. Bei unserem zweiten Besuch ca. zwei Jahre später, fielen uns schon größere Risse in den Wänden der Bibelschule auf. Die Ältesten beklagten sich, dass sie damals nicht die Finanzen hatten, um die Hütten auf festen Betonfundamenten zu bauen. Die Holzpfeiler, auf die die Lehmhütten ruhen, wurden direkt in die Erde gesetzt. Im laufe der Jahre haben sich Termiten bis tief in das Holzgerüst gefressen. Selbst mit modernen Mitteln ist es nicht möglich, diesen Schaden zu beheben. Für die Bibelschule ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis ein Unwetter oder ein Starker Wind die Hütten endgültig zu Fall bringt. Ihr könnt euch die Traurigkeit in den Gesichtern der Ältesten vorstellen, als sie davon redeten, wie das Projekt, dass sie mit so viel Mühe und Hingabe aufgebaut haben, nun kurz davor stand wortwörtlich vor ihren Augen zusammen zu brechen.

 

Die Finanzen der Gemeinde sind erschöpft. Wie schon erwähnt ist auch das Gemeindehaus nur eine lange Lehmhütte, der Platz reicht schon lange nicht mehr aus, um alle Gottesdienstbesucher unterzubringen. Nun musste sich die Gemeinde zuerst um ein neues und Stabileres Gemeindehaus kümmern. Für die Bibelschule blieb nichts übrig. In meiner letzten Reise 2019 habe ich die Gemeinde nochmal besucht. Wir möchten diesen Zustand jetzt ändern mit Gottes Hilfe. Bittet betet, dass den Geschwistern geholfen werden kann.

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