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Patenkinder

Gebet für die Armen, Kranken und Benachteiligten

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A Sarah Goletiani
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Beten wir noch für Menschen, denen es schlechter geht als uns? Ob es der Obdachlose aus der Fußgängerzone ist, der vielleicht nichts von Jesus hören möchte oder eine arme Familie von Glaubensgeschwistern, die Not leidet. Sind sie in unseren täglichen Gebeten?

Vor einigen Tagen bin ich mit meinem kleinen Neffen und meiner Nichte (David und Hanna) in den Garten gegangen, um Unkraut zu zupfen. Irgendwie kam die Frage auf, ob es auch Menschen gibt, die Brennnesseln essen müssen und ich habe ihnen gesagt, dass es Menschen gibt, die nichts anderes zum Essen haben und deshalb Unkraut kochen und essen müssen. Der dreijährige David schaute mich erschrocken an und rief: „Die können doch zu uns kommen. Wir machen ganz viel zum Essen!“ Hanna stimmte zu und ergänzte: „Ich habe ein neues Bett, das kann ich doch teilen!“

 

Ist das nicht eine schöne Einstellung? Ich bete dafür, dass die zwei diese Sicht auf ihren Reichtum und die Armut anderer nie verlieren. Haben wir diese Sicht noch? Auch wenn wir uns nicht vorstellen könnten unser Bett oder das Mittagessen zu teilen, dann vielleicht doch unsere Zeit? Wann haben wir uns das letzte Mal Zeit genommen für die Armen, Kranken und Benachteiligten auf dieser Welt zu beten? Seien es Geschwister oder Ungläubige. Denken wir noch an sie?

 

Meine Schwägerin erzählte mir, dass der kleine David abends manchmal fünf Minuten am Stück betet. Er dankt für alles, was er hat und betet für die, die das nicht haben. Ich habe mich gefragt, wann ich das letzte Mal fünf Minuten am Stück, für die Armen gebetet habe und musste mir eingestehen, dass dieses Gebetsanliegen bei mir doch ein wenig zu kurz kommt.

 

Ich möchte Ihnen ans Herz legen, für Eyoel und seine Mutter, Alem, zu beten. Sie leiden beide an einer Immunerkrankung und müssen schwere Medikamente einnehmen. Eyoels Vater verließ die Familie, als der sechszehnjährige Junge noch ein Kleinkind war und kam nie wieder. Nun leben Mutter und Sohn von dem, was sie am Tag so verdienen oder erbetteln können. Sie sind Kinder Gottes, doch leben am Existenzminimum. Wir haben Eyoel in unser Projekt für Patenkinder aufgenommen. Sie haben sich enorm gefreut zu hören, dass sie nun eine Patenfamilie in Deutschland haben, die für sie beten. Wie viel mehr werden sie sich freuen, wenn wir ihnen berichten, dass unsere Geschwister in Deutschland nun ihre Namen kennen und für sie beten?

 

Lasst uns von den Kindern lernen, die in ihrem jungen Glauben noch solch ein Vertrauen auf den Herrn setzen und für die beten, die vergessen zu sein scheinen.

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