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Landwirtschaft mal anders

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A Georgij Goletiani
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Wie eine muslimische Familie in Äthiopien durch die Spende einer Milchkuh ihre Existenz erhalten konnte.

In Äthiopien ist es oft schwer für seinen eigenen Unterhalt zu sorgen. Die Wirtschaft ist durch politische Korruption geschwächt, dass Klima ist meistens ungünstig und individuelle Schicksalsschläge erschweren es, ein eigenständiges Leben zu führen. Menschen aus Entwicklungs- oder Dritte-Welt-Ländern haben oft den Ruf, einfach nicht fleißig und selbstständig zu sein. Dieses Vorurteil ist jedoch oft nicht zu tolerieren. Vor allem, wenn wir einige Lebensgeschichten genauer anschauen. 

 

Im Gebiet der Kereyu lebt eine muslimische Familie, die ihren Vater verloren hat. Goyo, die Mutter, ist alleinerziehend und versucht ihre sieben Kinder soweit es geht zu versorgen. Die Familie gehörte zu einem Nomadenstamm und ihr war somit das Stadtleben völlig fremd. Die Regierung siedelte jedoch ihren Stamm nieder und forderte den die Zugehörigen auf, sich Bildung anzueignen und einen Beruf zu erlenen. Das Problem bei Goyo ist aber, dass sie alleinerziehend ist und ihre sieben Kinder nicht alleine lassen konnte, sie eine Ausbildung zu erlernen. So war Goyo an ihrer Familie gebunden, was Hunger zur Folge hatte. Wie sollte sie ohne eine Ausbildung oder einen Beruf ihre Familie ernähren?

 

Diese Situation nahmen wir wahr. Zwei von ihren Kindern haben nun durch unser Patenkinderprojekt Paten, die sie finanziell und im Gebet begleiten. Schließlich wollen wir die Familie für Christus gewinnen. Aber das ist nicht alles. Die Paten haben die Situation der Familie so bewegt, dass sie eine Lösung finden wollten. Goyo war Nomadin, darum konnte sie gut mit Tieren umgehen. Daher spendeten die Paten der Familie Geld für eine Milchkuh, damit Goyo Milchprodukte erzeugen und verkaufen konnte. Die Familie hat nun eine „Stütze“ mit der sie selbstständig etwas Geld erwirtschaften können.

 

Für uns erscheint es sehr skurril, dass durch eine Milchkuh eine große Hilfe geleistet werden kann, aber für Goyo und ihre Kinder ist das ein Geschenk Gottes! Viele Paten sehen durch die Spende einer Milchkuh, dass den Familien nicht nur finanziell geholfen werden kann, sondern auch, dass sie selbstständiger werden. Diese „kleine“ Starthilfe wollten sie ihnen nicht verweigern. Solch eine Kuh kostet je nach Gebiet 200-300 Euro. Eine Investition, die sich für eine ganze Familie wirklich lohnt.

 

Sowohl Goyo als auch wir bedanken uns bei den Paten, dass sie, durch die Unterstützung des Projektes, Hilfe anbieten, wo es dringend gebraucht wird. Dem Herrn alle Ehre und euch ein herzliches Dankeschön. Der Herr mit euch. Bei Interesse oder einer Ergänzung freuen wir uns auf eure Kommentare.

 

 

 

 

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