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Mission in Nordäthiopien beginnt!

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A Jutta Retta
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Der Norden Äthiopiens ist fest in den Händen der orthodoxen Kirche. Hier sind die berühmten Felsenkirchen von Lalibela, hier sind unzählige Klöster – mit Eifer wacht die orthodoxe Kirche über die Menschen. Mission in Nordäthiopien? Eine echte Herausforderung!

„Ich … war ein Eiferer für Gott, wie ihr es heute alle seid.“ – Apg. 22,3

Seit langem schon überlegen wir, auch in Nordäthiopien Evangelisten einzusetzen. Das Gebiet um die Stadt Bahar Dar ist sehr schwierig. Eigentlich sollte man meinen, dass die orthodoxe Kirche uns gläubigen Christen nähersteht als der Islam, und daher müsste Mission dort relativ einfach sein. Das Gegenteil ist der Fall; die wenigen, kleinen Gemeinden, die es hier gibt, stehen unter hohem Druck und leiden unter Verfolgung. Der Vers des Paulus beschreibt die Situation – die orthodoxen Christen eifern für Gott, aber sie gehen damit am Willen Gottes und an Jesus Christus vorbei.

 

Christen im Kampf

Wie lange schon stehen die Gläubigen in Nordäthiopien unter diesem immensen Druck! Man bedroht sie, sie verlieren ihre Jobs, ja, es gibt sogar körperliche Gewalt bis hin zur Steinigung… Als Shimi sie vor wenigen Monaten besuchte, spürte er die Verzweiflung und Mutlosigkeit unter den Ältesten, mit denen er sprach. So lange schon kämpfen sie fast allein, und sie haben nur wenig Kraft. Die Gläubigen sind oft arm, die Gemeinden klein – wie gern würden sie mehr in ihrem Umfeld tun! Shimis Besuch weckte daher in ihnen große Hoffnung, dass der Herr ihnen einen Helfer schickt…

 

Wir haben lange überlegt, was wir tun können. Von der Planung her war es noch nicht Zeit für Nordäthiopien – aber konnten wir die Glaubensgeschwister einfach stehenlassen? Wir beteten darüber und haben einfach erst einmal 5 Evangelisten aufgenommen, da wo am meisten Hilfe nötig war. Das ist zwar nicht viel, aber es dient vor allem der Ermutigung und gibt den Gemeinden neue Zuversicht. Eine der Gemeindegründungen, die wir ins Projekt aufnahmen, ist Yetnora.

 

Yetnora – Gemeindegründung in Nordäthiopien

Yetnora ist ein Bauerndorf, sehr klein und relativ unbedeutend. Aber das Dorf hat eine gewisse Infrastruktur. Der Boden ist gut, aber die immer wiederkehrenden Dürren machen den Bauern das Leben schwer. Fast alle gehören hier zur orthodoxen Kirche. Alles, was der orthodoxen Lehre widerspricht, löst heftigen Widerwillen aus. Der Marien- und Heiligenkult spielt eine große Rolle, und da die gläubigen Christen das ablehnen und allein an Jesus Christus festhalten, hasst man sie. Unsere Gemeindegründung ist die einzige gläubige Versammlung in Yetnora; es gibt hier keine anderen gläubigen Denominationen. 29 Christen gehören in diese Gemeindegründung. Der Bruder Baye hat nun als Evangelist in Yetnora angefangen. Er steht vor schweren Aufgaben – einmal die Gläubigen zu stärken und zu ermutigen, aber auch das Evangelium im Dorf und der Umgebung weiterzugeben. Wir würden uns freuen, für ihn einen betenden Paten zu finden. Betet für dies neue Gebiet in unserem Projekt, dass die Gemeinden und Gemeindegründungen durch die Mission wachsen können und der Herr den Dienst hier segnet!

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