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Äthiopien

Was essen wir in Äthiopien?

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A Roman Retta
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Injera und Doro-Wet? Fiel-Tips und Dabo? Essen ist ein wichtiger Bestandteil einer Kultur und die äthiopische Küche hat viel zu bieten.

Soviel ist klar, die Deutschen lieben Essen aus anderen Kulturen. In Jeder Stadt finden wir asiatische Spezialitäten, amerikanische Fastfood ketten, türkische Dönerbuden und Restaurants aus aller Welt. Auch in unseren Küchen kochen wir Pasta und backen Pizza (italienisch), wir dünsten im Wok oder rollen Sushi (asiatisch), wir Kochen Borsch oder Dämpfen Manti (russisch), wir würzen mit Curry (indisch) und grillen Schaschlik (kaukasisch). Ich persönlich empfinde diese kulturelle Vielfalt als einen Segen. Nur die afrikanische Küche ist in Deutschland eher unterrepräsentiert.

 

Das ist es kein Wunder, wenn ich auf meinen Reisediensten immer wieder gefragt werde, was die Menschen in Äthiopien überhaupt essen. Essen wir als Missionare dasselbe wie die Einheimischen? Die Kategorie „Äthiopien“ (oben in dem Roten Fähnchen) soll dazu dienen allgemeine Fragen über das Land, in dem wird dienen, zu beantworten. Also, was essen wir in Äthiopien?

 

Die äthiopische Küche ist sehr vielfältig. Als Grundnahrungsmittel dient „Injera“, ein dünnes Fladenbrot, das man nur in Ostafrika, insbesondere in Eritrea und Äthiopien zubereitet. Injera alleine schmeckt säuerlich und wird so gut wie nie pur gegessen. Auf das Injera wird verschiedenes Fleisch, würzige Soßen und geröstetes Gemüse gegeben, je nach dem, was in der Gegend angebaut und gezüchtet wird und was der eigene Geldbeutel hergibt. Die armen Bauern auf dem Land essen gewöhnlich einen Brei aus Bohnen „Schuro“. Nur zu wichtigen Feiertagen isst man hier höchstens ein bis zwei Mal im Jahr Fleisch. Im grünen Hochland werden Schafe und Rinder geweidet, während in den kargen Steppen Ostäthiopiens eher Ziegen und Kamele gezüchtet werden. Hühner hingegen werden überall gehalten. Das Fleisch wird entweder direkt in einer großen Pfanne geröstet und mit Zwiebeln, Knoblauch und verschiedenen Kräutern verfeinert (das nennt man „Tips“) oder in einer scharfen Soße namens „Wet“ gekocht, die an ein Gulasch erinnert. Je reicher eine Familie ist, desto öfter kann sie sich diese Speisen gönnen. Die Ärmsten der Armen essen häufig nur geröstetes Getreide, „Kolo“ genannt.

 

„Dabo“, das äthiopische Brot ist, anders als in Deutschland, ein Festessen. Zu einer Feier wird ein riesiges Dabo in Bananenblättern eingewickelt und gebacken. Dadurch wird es nicht trocken und durch verschiedene Gewürze, erhält es einen einzigartigen Geschmack.

 

Wenn wir auf dem Land unterwegs sind, essen wir normalerweise nur Injera mit Tips (also Fladenbrot mit geröstetem, regionalem Fleisch). Das bei hohen Temperaturen gegarte Fleisch, ist das Einzige, was wir bedenkenlos essen können. Die einheimischen Körper sind an die Krankheitserreger gewohnt, wir nicht und müssen darum besonders vorsichtig sein. Wenn wir bei Freunden oder Verwandten zu Besuch sind, beten wir und essen, was man uns vorsetzt. In der gastfreundlichen Kultur ist es üblich, dem Gast das beste Essen zuzubereiten, dass man sich leisten kann. Dieses Geschenk nicht dankbar anzunehmen, wäre sehr unfreundlich den Hausherren gegenüber.

 

Über die äthiopische Kultur gibt es noch viel zu berichten. Bitte lassen Sie es uns in einem Kommentar wissen, wenn Sie über ein bestimmtes Thema mehr erfahren möchten.

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