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Armenhilfe

Wer sich der Armen erbarmt, der ehrt Gott

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A Renate Retta
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In unserem Armen-Hilfsprojekt ist noch viel Platz um Gott zu ehren.

Vor einigen Jahren waren Roman und ich gemeinsam mit meiner Schwiegerfamilie etwa 3 Wochen in Äthiopien. In dieser Zeit habe ich einen kleinen Einblick in das Land und die Kultur bekommen. Äthiopien ist wirklich ein ganz besonderes Land. Um von einer Stadt in die nächste zu kommen, dauert es oft mehrere Stunden, und in dieser Zeit hat man die Gelegenheit aus dem Fenster zu schauen und kann die Natur bewundern. Während man in einem Moment prachtvolle grüne Wiesen und Berge sieht, sieht man im nächsten Moment nur noch dürre Steppe vor sich. Gott hat die Landschaft in Äthiopien wirklich wundervoll und kreativ geschaffen.

 

Er ist aber nicht nur der Schöpfer der Natur, sondern auch der Menschen dieses Landes. Und auch hier kann man deutlich die Vielfalt und Kreativität unseres Gottes entdecken. Leider geht es vielen Menschen in Äthiopien nicht besonders gut. Die Kluft zwischen Arm und Reich ist sehr deutlich zu sehen. Es ist ein kleiner Teil der Bevölkerung, dem es gut geht, aber die meistens Menschen haben es sehr schwer um über die Runden zu kommen. Einige davon schaffen es nicht und landen auf der Straße.

 

Ich kann mich noch erinnern, wie wir an einer Brücke haltgemacht haben um auf eine Mitarbeiterin unserer Mission zu warten. Draußen waren es um die zehn Grad, aber wir befanden uns glücklicherweise im Auto und hatten es schön. Ich schaute aus dem Fenster und sah an der Brücke schmutzige Säcke liege. Ich dachte das sich in den Säcken Müll befinden würde und beachtete sie deshalb nicht weiter. Plötzlich bewegten sich die Säcke und ich sah, wie ein Mann unter den Säcken lag und vor der Kälte Schutz suchte. Ich kann gar nicht beschreiben, was in diesem Moment in mir vorging. Von Entsetzen bis hin zur Dankbarkeit, dass es mir so gut geht, war alles dabei. Dieser Mann unter der Brücke ist kein Einzelfall. An jeder Straßenecke kann man Menschen sehen, die betteln und ums Überleben kämpfen. Die Not ist wirklich erschreckend groß, und so haben meine Schwiegereltern ein Armen-Hilfsprojekt ins Leben gerufen. In diesem Projekt unterstützen wir kranke und alte Menschen, die durch ihre Lebensumstände nicht in der Lage sind sich selbst zu versorgen und denen nur noch die Straße bleiben würde.

 

Wenn wir in Deutschland Geschichten von armen Menschen in Ländern der Dritten Welt hören, dann berührt das oft unser Herz und wir sind bereit diesen Menschen zu helfen. Ich denke, dass Mitleid eine gute Motivation ist um anderen Menschen zu helfen, aber wenn wir Sprüche 14,31 lesen, dann bekommen wir noch eine ganz andere Motivation dazu: „Wer dem Geringen Gewalt tut, lästert dessen Schöpfer, aber wer sich des Armen erbarmt, der ehrt Gott“.

 

Wenn wir dem Armen helfen, dann ehren wir Gott. Ist das nicht eine noch viel größere Motivation? Wenn wir ehrlich sind, dann können wir von unserem Besitz 20,-€ im Monat entbehren und es geht uns trotzdem noch gut, ja, wir merken nicht einmal, dass uns etwas fehlt. Ein armer Mensch in Äthiopien spürt diese 20,-€ aber ganz deutlich, denn sie reichen aus, um ihn vor der Straße zu schützen. Gott macht es uns wirklich ganz einfach ihn zu ehren. Die Frage ist nur: sind wir dazu bereit?

 

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