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Zwei einsame Kämpfer Teil 4

D
A Shimeles Retta
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Letzer Folgebericht der Geschichte

Liebe Geschwister! Ich möchte an der Stelle fortsetzen, an der ich letzte Woche aufgehört habe. Die Geschichte über die Begegnung mit A & B werde ich dann mit diesem Bericht beenden. 

 

Nach seiner Taufe wurde B wie umgewandelt. Ich sah buchstäblich das Wort Jesus in ihm erfüllt. (Johannes 8:31) 30 Als er das sagte, glaubten viele an ihn. 31 Da sprach nun Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger 32 und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch freimachen.

 

Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch freimachen. Ja, nach diesen Worten Jesu erfüllt sich die Freiheit. Das Evangelium wird als die gute Botschaft bezeichnet, und das mit heiliger Berechtigung. Eine gute Botschaft, die Menschen von dreifacher Fessel befreit: die Freiheit von Leib, Seele und Geist. Unsere Bruder B las weiter das Evangelium. Er verglich das Gelesene mit dem Koran und entdeckte erschreckende Tatsachen in dieser Religion und erzählte es mir. In dieser Zeit haben wir uns fast jeden Tag getroffen. Ich hörte, wie er über das berichtete, was ihm der Geist Jesus geoffenbart hat. Für mich war es eine neue Erfahrung, ich war sehr überwältigt. Es war nicht nur eine Bekehrung, es war eine Umwandlung. Er hatte seine Freiheit angenommen und umgesetzt, er wollte es wissen, was ihn von dieser Gnade ferngehalten hat. Er musste feststellen, dass er durch den Koran und die Überlieferung des Islam sowie durch den großen Einfluss seiner Familie blind gewesen war für die Fesseln, die ihn früher gebunden hielten.   

                       

Die Begegnung mit mir und meiner Aussage, dass er sich über seinen geistlichen Standpunkt wachsam sein sollte, hatte ihn doch wachgeschüttelt. Wenn wir Angehörigen anderer Religionen begegnen und über den Glauben reden, muss unser Verhalten nicht so sein, dass wir ihn für unseren Glauben gewinnen. Das ist sowieso unser Ziel, aber nicht primär. Für mich ist das in dieser Geschichte sekundär. Meine Methode ist meine Überzeugung an meinen Glauben überzeugend ohne Zweifel darzustellen. Wenn er seine Überzeugung hat, kann ich ihm das auch überlassen. Ich muss nicht anprangern, was ich in seiner Überzeugung falsch finde. Ich weiß, dass es nur eine Wahrheit gibt, und das ist meine Überzeugung. Ich brauche doch nicht die Lüge bloßstellen; die Lüge hat sich von ihrer Natur her schon bloßgestellt, weil sie kurze Beine hat. Sie hat keine Ausdauer. Ich muss ihn dahin bringen, dass er persönlich die Verantwortung hat, selber die Wahrheit zu finden, wenn da in seiner Überzeugung etwas nicht klar ist. Er muss wissen, dass er eine von Gott gegebene Freiheit genießt, um zu entscheiden, was richtig für ihn ist. Es muss nicht die Eltern oder den Imam für sich entscheiden lassen, welcher Wahrheit er folgen soll, obwohl er weiß, dass da irgendetwas nicht stimmt. Der freie Wille ist eine von Gott gegebene gerechte Gabe. Was Religionsführer aber für ihr eigenes Ego verdreht dargestellt haben, darf er prüfen. 

 

Dann kommt die erste Frage, die ihn nachdenklich gemacht hat und zu seiner Entscheidung dazu beigetragen hat: Was für ein letztes Ziel verfolgt der Koran und seine Lehre? Unsere Bibel ist ein Leitfaden der Ewigkeit, aber was lehrt der Koran. Im vergleich zur Bibel, welche der Erlösungsplan Gottes für die ganze Menschheit ist, was hat der Koran zu bieten? Nichts dergleichen. Er hat für diese Frage keine Antwort. Alles ist dem eignen Schicksal überlassen.                                                                                                                     

 

Die zweite Frage, die ihm nachdenklich gemacht hat: Was sagt der Koran über Jesus, ist er der Richter, wenn die Menschheit gerichtet wird? Ist Mohamed der Prophet? Diese Frage war so klar, dass er Jesus sagte. Ich musste ihn da nur aufmerksam machen, dass er sich fragte, warum nicht Mohamed?

 

 

Diese und mansche Tatsachen, die die Wahrheit nicht täuschen können, tragen viel dazu bei, Menschen zu Jesus zu führen. Unser Bruder B ist jetzt frei und auf dem richtigen Weg. Er hat sich bis jetzt nicht geoutet, aus Angst vor seiner Familie und den Freunden. Er braucht eine Gemeinde, aber bis jetzt hat er nicht die Möglichkeit wahrgenommen. Ich habe ihn zu einer guten internationalen Gemeinde mitgenommen, und er wurde sehr gut aufgenommen. Als meine Zeit in Äthiopien zu Ende ging, habe ich ihn der Gemeinde anvertraut. Als ich aber wieder nach Äthiopien zurückkehrte und ihn traf, sagte er mir, er wurde von drei jungen Muslimen vor der Gemeinde angehalten. Sie sagten: „Wir dulden alles, aber dass du zur Gemeinde gehst, ist ein Verrat - das lass sein.“ So mussten wir bei ihm zu Hause aus der Bibel lernen oder auch versteckt in Gemeinden gehen. A hat auch den gleichen Werdegang gehabt und ist jetzt eine Diener Gottes in Internet. Beide müssen viele schwere Wege gehen. Erst mit sich selbst, dann mit ihrer Familie und ihren Freunden. Ich könnte in allem, was ich geschrieben habe, sehr viel deutlicher sein, wollte das aber nicht. Mein Ziel ist, dass jeder, der dies liest, für die Betroffenen betet. Gott hat etwas Großes mit unsere Bruder A & B vor. Zwei Einzelkämpfer, die ihren Jesus liebhaben, komme was wolle. Sie möchten ihn dienen.

 

Kommentar und Fragen nehme ich gerne an.

Eure Bruder Shimeles Retta.

Missionsleiter.

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