Agarfa – eine Gemeinde entsteht

Agarfa ist ein Dorf in der Provinz Bale in Südäthiopien. Von der Regierung wurde in Agarfa ein landwirtschaftliches Projekt eingerichtet, das heißt, es wurden Arbeiter hierhergebracht und Agarfa wuchs. Aber was ist mit der geistlichen Entwicklung?

 

„Hebt eure Augen auf und seht auf die Felder, denn sie sind reif zur Ernte.“ – Joh. 4,35

Was die Regierung in Agarfa gesehen hat, waren die fruchtbaren Felder – ideal für das Landwirtschaftsprojekt. Systematisch baute man das Dorf auf, und der Erfolg gab ihnen Recht. Agarfa bringt reiche Ernten ein, denn hier ist auf Regen noch Verlass. Diesen Blick brauchen wir auch für die Mission. Wo andere nur Moscheen und starren orthodoxe Kirchen sehen, müssen wir auf Hoffnung säen, denn überall gibt es Menschen, die mehr wollen. In Bale gibt es nicht viele Gemeinden. Die Landschaft ist hier teilweise regelrecht idyllisch, aber geistlich ist es eher finsteres Hinterland. In Agarfa gehört ein Drittel der Bevölkerung zur orthodoxen Kirche, zwei Drittel bekennen sich aber zum Islam und prägen daher auch die Kultur des Dorfes mit. Wer bringt ihnen das Evangelium?

 

Beginn der Missionsarbeit in Agarfa

Von der ca. 35 km entfernten Stadt Bale aus, in der eine Gemeinde besteht, fingen wir 2013 mit der Missionsarbeit in Agarfa an. Als Evangelist wurde hier Tadesse eingesetzt. Sein Vorteil war, dass er aus dem Nachbardorf Negele stammt; so kannte er sich gut aus. Außerdem beherrscht er beide Sprachen, die in Agarfa gebräuchlich sind, Amharisch und Oromo-Sprache. Tadesse ging mutig ans Werk und arbeitete zielstrebig an der Verbreitung des Evangeliums, zunächst in Agarfa, dann aber auch systematisch in der Umgebung. Natürlich war Tadesse dabei auch oft in seinem Heimatdorf Negele. Überall bekehrten sich Menschen, die Gemeinde wuchs, wie man an der Statistik gut erkennen kann:

Ist die Arbeit nun getan?

Agarfa hat heute 124 getaufte Christen, dazu kommen nur 17 Kinder. Die Struktur des Dorfes ist durch das Plantagenlager etwas anders, hier sind nicht so viele große Bauernfamilien, sondern mehr alleinstehende Arbeiter und Tagelöhner, die für die Arbeit hierhergekommen sind. Man muss daher auch daran denken, dass sie eines Tages weggehen – gut, wenn sie bis dahin gläubig geworden sind! Daher geht die Missionsarbeit natürlich weiter, auch wenn Agarfa jetzt selbständige Gemeinde ist.

Neben der Mission gehört auch der innere Aufbau der Gemeinde zu unseren Aufgaben. Das bedeutet Schulungen für die Gemeindemitglieder durch unsere Evangelisten. Dazu werden unsere Evangelisten selbst regelmäßig geschult, wenn möglich, in mehrtägigen Kursen in unserem Bibelzentrum. Dort werden sie selbst gestärkt und können im Glauben, aber auch in ihrem Dienst wachsen, und dann können sie ihr Wissen an die Gemeindemitglieder weitergeben. So ist der geistliche Aufbau solide und auf das Wort Gottes gegründet.

Weitere Gemeindegründungen warten auf einen Evangelisten

Es gibt viele Dörfer wie Agarfa, die auf einen Evangelisten warten. Wenn Sie sich in einer Gemeindegründungsarbeit in Äthiopien einbringen möchten, empfehlen wir Ihnen die Patenschaft für einen Evangelisten.

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