Corona in Äthiopien?

Das Corona Virus ist bei uns in Deutschland und in vielen anderen Ländern schon eine ganze Weile Thema Nr. 1. Aber wie sieht es damit in Äthiopien aus?

Sobald man die Nachrichten anmacht, hört man Berichte über das Corona Virus. Vor allem wird man über Länder, wie z.B. China, Italien, die USA und natürlich auch Deutschland informiert. Über die Lage in Äthiopien wird in den Medien jedoch nicht viel berichtet. Immer wieder werden wir von Geschwistern darauf angesprochen, wie es denn diesbezüglich in Äthiopien aussieht. Ich habe mich vor einigen Tagen mit einer Mitarbeiterin aus Äthiopien über die derzeitige Situation ausgetauscht und möchte euch daran teilhaben lassen.

Während in Deutschland die Schulen und Kindergärten schon geschlossen waren und in den Einkaufsläden gewisse Artikel Mangelware waren, fand in Äthiopien das Leben noch ganz normal statt. In Deutschland stiegen die Zahlen der Infizierten von Tag zu Tag deutlich an, während in Äthiopien noch kein einziger Fall bekannt war.

Doch schon kurze Zeit später wurden in Äthiopien Vorsichtsmaßnahmen eingeleitet. Schulen wurden geschlossen, Veranstaltungen wurden abgesagt und Kontaktverbot wurde angeordnet… Es war zwar auch weiterhin kein Fall bekannt, aber da die Menschen in Dritte-Welt-Ländern nicht unser Gesundheitswesen und auch nicht unser Immunsystem haben, wurden diese Maßnahmen schon um einiges früher getroffen als hier in Deutschland.

Die Ungewissheit, wann das Virus Äthiopien erreichen würde und die Angst davor, was passieren wird, wenn es erst einmal soweit ist, lähmte die Menschen. Ihnen war jedoch bewusst, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis das Virus auch sie erreichen wird.

Sie wissen selbst, dass sie nicht gut aufgestellt sind, wenn es um ansteckende Krankheiten geht und wenn es sie erst einmal treffen würde, dann werden die Folgen um einiges schlimmer sein als bei uns in Deutschland. Deshalb wurden die Maßnahmen von der Bevölkerung von Anfang an auch viel konkreter eingehalten als bei uns in Deutschland. Die Straßen sind leergefegt. In Addis Abeba, der Hauptstadt Äthiopiens, ist Autofahren zu einer eigentlich eine Herausforderung. Um durch die Innenstadt zu kommen, muss man in der Regel gute ein bis zwei Stunden einplanen. In der jetzigen Zeit kann man die Strecke in 15 Minuten zurücklegen.

In einer Riesenmetropole wie Addis Abeba ist es allerdings in bestimmten Situationen sehr schwer sich an die neuen Anordnungen zu halten, wie zum Beispiel im öffentlichen Nahverkehr oder beim Einkaufen auf dem Markt.

Die Lebensmittelhändler nutzen die jetzige Situation in Äthiopien schamlos aus. Die Preise sind enorm in die Höhe geschossen. Darunter leidet ganz besonders die arme Bevölkerung, aber auch die Mittelschicht bekommt es deutlich zu spüren. Das führt dazu, dass die Armen Menschen noch ärmer und verzweifelter werden. Wir als Mission versuchen zu helfen, wo wir nur können. Diese Hilfe fühlt sich jedoch momentan, wie ein Tropfen auf den heißen Stein an. Trotzdem wollen wir uns nicht entmutigen lassen und helfen weiter, so gut es geht. Bitte betet dafür, dass wir genug Mittel zur Unterstützung weitergeben können.

Bitten denkt doch auch im Gebet an die betroffenen Menschen in Äthiopien.

Letzten Monat sind dann auch in Äthiopien die ersten Corona-Fälle bekannt geworden. Die Zahlen steigen bis jetzt, Gott sei Dank, noch sehr langsam an. Es wird vermutet, dass sich das Virus in wärmeren Ländern langsamer ausbreitet. Wir dürfen beten, dass Gott diesen Zustand erhält.

Warum Gott diesen Virus zugelassen hat, wissen wir nicht. Aber wir dürfen darauf vertrauen, dass Gott nichts aus reiner Willkür tut. Deshalb dürfen wir beten, dass die Menschen ihre Vergänglichkeit erkennen und dass dies eine Zeit werden kann, in der viele Menschen zum lebendigen Glauben an den Herrn Jesus kommen.

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