Elfata – harter Boden für Mission!

Elfata ist ein unbedeutendes Dorf in Ostäthiopien. Die Menschen leben von der Landwirtschaft wie in alter Zeit, bauen Kaffee und Hirse an, aber auch Kath, eine Droge gegen das Hungergefühl. Vom Evangelium wollten sie lange nichts wissen…

„Lasset uns aber Gutes tun und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten ohne Aufhören.“ – Gal. 6,9

Fast genau vor zwanzig Jahren begannen wir mit der Gemeindegründungsarbeit in Elfata. Es schien zunächst ein Bauerndorf wie jedes andere, und in der Umgebung waren wir in ähnlichen Dörfern bereits tätig und Gemeinden entstanden. Anders aber in Elfata!

Widerstand in Elfata

Viele Dörfer in der Umgebung sind eher islamisch geprägt oder zumindest zur Hälfte gehören die Bewohner dieser Religion an. In Elfata jedoch sind die meisten orthodoxe (Namens)Christen, geschätzt zu 90 Prozent. Entsprechend hoch ist hier der Zusammenhalt, man empfindet sich in der starken Gemeinschaft zugehörig und geborgen. Daher hatten die Evangelisten, die wir hier einsetzten, ernste Schwierigkeiten. Zwar wurden sie nicht angegriffen, aber es war fast noch schlimmer, dass man sie nicht ernst nahm. Die Botschaft, das Evangelium, prallte an den Menschen regelrecht ab.

Es gab einzelne Bekehrungen, doch die Tür zum Herzen der Menschen blieb verschlossen. Die wenigen Gläubigen versammelten sich in einem kleinen Lehmhaus. Die Schar war zu klein, um den Schutz der Dorfgemeinschaft zu ersetzen, die jeder bei der Bekehrung verlassen hatte. Mehrere gaben auf und zogen weg in der Hoffnung, woanders besser leben zu können. So zeigten die Mitgliederzahlen in Elfata ein ständiges Auf und Ab; meist pegelten sie sich unter 20 Personen ein.

Eine Bauersfrau bekehrt sich

Die Wende in Elfata begann völlig unscheinbar mit der Bekehrung von Genet, einer einfachen Bauersfrau. Sie kam aus einer orthodoxen Familie und war zunächst sehr ablehnend, als sie von unserem Evangelisten angesprochen wurde. Doch ihr Herz war sichtlich berührt, sie kam doch immer wieder, bis sie sich für ein Leben mit Jesus entschied.

Genet war als Bäuerin schwere Arbeit gewohnt. Ihr war es völlig klar, dass dies nun auch für ihr Glaubensleben gelten sollte. In der Gemeindegründung waren damals nur sehr wenige Christen, daher war in allen Bereichen immer Arbeit zu vergeben – und Genet war bereit. Sie gehörte zu einer Gebetsgruppe und wurde zur Stütze unseres Evangelisten. Dieser wurde krank und konnte nicht auf dem Land wohnen bleiben. Ein neuer Bruder von außerhalb, das war nicht denkbar. Das war der Zeitpunkt, wo Genet berufen wurde, und zwar von Ältesten aus der Muttergemeinde, die Genet längere Zeit schon im Blick hatten.

Die Türen öffnen sich in Elfata!

Genet kannte als Bäuerin alle Leute in Elfata, hatte Zugang zu jedem Haus. Unermüdlich besuchte sie die Familien, redete mit ihnen und nahm sich Zeit für jeden. Sie kannte deren Vorbehalte gegen Veränderung im Allgemeinen, gegen das Verlassen der orthodoxen Kirche, gegen den Schritt ins Ungewisse, den man mit einer Bekehrung wagt. Das Erstaunliche geschah: Was fähige und begabte Evangelisten nicht geschafft hatten – die Leute hören Genet zu. Seit zwei Jahren steigt die Zahl der Bekehrungen, und in der Gemeindegründung ist neue Hoffnung gekommen. 41 getaufte Christen sind jetzt in Elfata, und die Freude ist groß über dieses unerwartete Wachstum, das begann, als der Herr eine einfache Bauersfrau berief…

 

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