Evangelisten, die Hilfe brauchen...

Evangelist: Zerihun – Einsatzort: Serbo

Serbo ist eine stark islamisch geprägte Stadt in Süd-West-Äthiopien. Der Islam ist hier auch recht aggressiv, daher ist Mission hier schwierig. 90% der Bewohner bekennen sich zum Islam! In Serbo ist dennoch eine lebendige Gemeinde entstanden. Wir möchten diese weiter aufbauen, aber auch das Evangelium in neue Dörfer in der Umgebung bringen.

Evangelist: Alemayehu – Einsatzort: Koma

Das Evangelium kam in das kleine Dorf Koma durch einige gläubige Beamte und Lehrer, die hierher versetzt wurden. Die Regierung versorgt durch solche Versetzungen die entlegenen Gebiete – aber nicht nur mit Fortschritt, sondern auch mit dem Evangelium. Die Beamten und Lehrer sind vermutlich längst weiterversetzt, aber das Evangelium ist geblieben. Heute versammeln sich 26...

Evangelist: Tamerat – Einsatzort: Darge

Darge liegt in Süd-West-Äthiopien in unserem Einsatzgebiet Wolisso. Hier ist Gemeindegründung eine schwere Aufgabe. Der Islam in der Gegend ist sehr stark, außerdem sind die Menschen oft ablehnend. In Darge fing alles mit einer einzigen gläubigen Familie an. Durch ihren Eifer kamen Menschen zum Glauben, und jetzt ist hier eine lebendige, kleine Gemeindegründungsarbeit, die der...

Einsatzort: Nord-Chabo, Evangelist: Sileshi

Der Ort Chabo liegt in Westäthiopien. Die Menschen in Chabo sind einfache Bauern; sie gehören zum Stamm der Oromos. In der letzten Zeit ist hier eine große Offenheit fürs Evangelium, viele haben sich bekehrt. Daher haben wir in der Gemeinde Nord-Chabo nun einen Evangelisten eingesetzt, der die Gemeinde weiter aufbauen soll. Gleichzeitig möchten wir mit ihm aber auch in die umliegenden Dörfer gehen mit dem Ziel, neue Gemeindegründungen anzufangen. Der Herr hat Türen aufgetan – es ist eine gute Zeit, diese zu nutzen und das Evangelium hier zu verbreiten!

Einsatzort: Guraja Furda, Evangelist: Shanbu

Guraja Furda ist ein Bauerndorf auf dem Land Richtung Ostäthiopien. Die Bewohner gehören zur Volksgruppe der Oromos und haben eine eigene Sprache. Die meisten gehören zur orthodoxen Kirche, aber es gibt noch etliche, die dem alten Geisterglauben anhängen und dem Schamanen folgen. Zwei Familien haben sich als erste bekehrt, sie haben einen Hauskreis gegründet und immer wieder auch Prediger aus den Nachbargemeinden eingeladen. Heute sind in Guraja Furda 84 Christen, eine lebendige Gemeindegründung, die wir weiter aufbauen möchten.

Gemeindearbeit im Untergrund (keine Orts- und Personenangaben)

Seit August 2019 arbeitet einer unserer Evangelisten in einem neuen Missionsland. Dieses Land wird von einer sehr radikalen Prägung des Islams beherrscht. Die kleine Gemeinde, die in eine der großen Städte dieses Landes entstanden ist, besteht fast nur aus Ausländern. Der Evangelist soll die Gemeinde aufbauen und zurüsten, um die einheimische Bevölkerung, durch alltägliche Begegnungen und persönliche Kontakte, mit dem Evangelium zu erreichen. Er soll seine Arbeit zunächst nur für ein Jahr ausüben (also bis August 2020). Dann werden wir sehen ob die Situation sicher genug ist, um fortzufahren.

Werkzeuge Jesu Christi- die Diener in Äthiopien

Gott gebraucht Menschen um Menschen zu gewinnen. Unser Ziel ist es, den Evangelisten zu helfen, damit diese Jesus dienen und Menschen für ihn gewinnen können.

Sät das Wort aus!

Durch die Verkündigung des Wortes kommen Menschen zum Glauben. Städte, und vor allem die armen Dörfer Äthiopiens möchten wir mit dem Evangelium erreichen. Dazu setzen wir einheimische Evangelisten ein. Der Vorteil ist, dass die Evangelisten die Sprachen der jeweiligen Gebiete in ihrem Land kennen. Sie sind vertraut mit den Kulturen und Denkweisen der verschiedenen Völker und sind somit den Einheimischen ein Einheimischer, ganz wie Paulus es auch tat (1Kor.9,20+22). Wir arbeiten in vor Ort mit der Meserete Kristos Church (MKC) zusammen, die eine der evangelikalen Gemeinden in Äthiopien ist. Diese wurde durch die Missionsarbeit von amerikanischen Mennoniten vor mehr als 60 Jahren gegründet.

 

Unsere Arbeit ist über neun Gebiete Äthiopiens verteilt. Wir arbeiten vorwiegend in den islamisch geprägten Teilen Äthiopiens. In jedem Gebiet ist ein Gebietsleiter eingesetzt, der sich um die Evangelisten kümmert, sie besucht und ihnen durch Rat und Tat zur Seite steht. Der größte Teil unserer Evangelisten ist in der Gemeindegründungsarbeit tätig.

Die Einsatzgebiete könnten nicht unterschiedlicher sein. In einigen Orten leiden unsere Glaubensgeschwister unter Verfolgungen aufgrund ihres Bekenntnisses zu Christus, in anderen Gebieten erleben wir gewaltige Erweckungen. Auf beiden Seiten sehen wir sowohl Erfreuliches als auch Schwierigkeiten. Verfolgungen sind schrecklich, bietet aber auch die Chance für die Christen ihren Glauben zu bewähren (Jak. 1). Die Erweckungen sind erfreulich und motivierend, jedoch bleibt der Glaube oft oberflächlich. Ein weiteres bedeutsames Projekt ist die Kindermission, die in Äthiopien kulturbedingt nie im Fokus war. Wir versuchen Kindermissionare auszubilden, damit auch die nächste Generation früh von Jesus erfahren kann und gefördert wird Ps. 78,3-4:

 

„Was wir gehört und gelernt haben und was unsere Väter uns erzählt haben, das wollen wir ihren Kindern nicht vorenthalten, sondern den Ruhm des HERRN erzählen dem späteren Geschlecht, seine Macht und seine Wunder, die er getan hat“.

 

Andere Evangelisten sind in der Gefängnisarbeit tätig. Sie bauen innerhalb der Gefängnisse kleinere Gemeinden auf, die oft der einzige Halt der Häftlinge sind.

Hinter unseren Evangelisten stehen betende und helfende Paten zumeist aus deutschen Gemeinden. Überdies haben wir in Äthiopien selbst in den verschiedensten Orten sogenannte Mose-Gebetsgruppen, die für unseren Dienst, für die Evangelisten und für unsere deutschen Missionsfreunde beten. Der Name dieser Gruppen entspringt der Geschichte des Krieges zwischen Israel und Amalek. Mose hob auf dem Hügel seine Hände während Josua im Tal kämpfte (2Mo.17). Hielt Mose seine Hände empor mit Hilfe von Aaron und Hur, so gewann Israel die Oberhand. So sollen auch wir im geistlichen Kampf, der nicht mit Fleisch und Blut zu bestreiten ist (Eph.6), für die Evangelisten an der vordersten Front beten.

Struktur und Arbeitsweise

Das Evangelisten Projekt ist geographisch so umfangreich, dass es an effektiver Struktur nicht fehlen darf. Wir arbeiten daher über ein äthiopisches Büro in Addis Abeba. Hier werden Finanzen verwaltet und Berichte gesammelt. Hier ist die erste Anlaufstelle für die Evangelisten, wenn es Probleme gibt. Unser eifriger Bruder Addisu leitet dieses Büro und betreut unsere Evangelisten. Er ist an den Schulungen mitbeteiligt, damit die Evangelisten in der Lehre wachsen und gestärkt werden. Jeder Christ sollte sich intensiv mit dem Wort Gottes beschäftigen um im Glauben fest zu stehen und eigenständig Gutes vom Bösen zu unterscheiden (Heb. 5,13-14) – wieviel mehr dann Brüder, die für die Lehre ganzer Gemeinden verantwortlich sein werden.

Darum haben wir seit 2008 begonnen, ein Bibelzentrum in Dire Dawa zu bauen, und sind im August 2016 dank Gottes Hilfe fertig geworden. Dieses Bibelzentrum wird für die Schulungen genutzt.  Hier können sich unsere Evangelisten geistlich stärken und auch ein paar Wochen während der Schulungszeit die Gemeinschaft unter Geschwistern genießen. Das Schöne ist, dass sie sich auch körperlich erholen können. Wir danken Gott dafür, dass er dieses Haus gebaut hat für seine Ehre. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, lesen sie gerne unseren Bericht über das Bibelzentrum.

Die nächste Ebene sind die Büros in den Gebieten. Dieses findet sich meistens in der Hauptgemeinde der Einsatzgebiete. Hier sind die Gebietsleiter eingesetzt, die durch Rat und Tat den verstreuten Evangelisten zur Seite stehen. Viele dieser Gebietsleiter waren früher selbst Evangelisten und bringen daher einen wertvollen Erfahrungsschatz mit. Für die Evangelisten ist es wichtig einen Ansprechpartner vor Ort zu haben. Zudem bleiben wir dadurch in Kontakt mit unseren Evangelisten. Die Gebietsleiter geben das, was sie gelernt haben an die Evangelisten weiter. Dadurch soll der Verbreitung falscher biblischer Ansichten entgegengewirkt  werden und die Evangelisten selbst fest und stark im Glauben machen. Durch ihren Einsatz wiederum können sie mit dem Evangelium selbst die entlegensten Orte in Äthiopien erreichen, und das in der Sprache, die von den Menschen dort gesprochen wird.

Das Gedeihen, dass Gott schenkt

Wie sieht Gemeindebau in den Dörfern Äthiopiens aus? Welche Strategie haben unsere Evangelisten und wie leben sie in ihren Einsatzorten? An dieser Stelle möchten wir gerne einen Einblick in den Alltag und Dienst zweier Einsatzorte aufzeigen.

Die gefahrenreiche Arbeit unter animistischen Völkern

Hadikas ist ein abgelegenes Dorf im Südwesten Äthiopiens, das von zwei Stämmen, den Surma und den Dize, besiedelt wird. Die Dize sind dem Evangelium gegenüber offen, sodass wir eine kleine Gemeinde von ca. 210 Mitglieder gründen konnten. Die Surma sind tief im Animismus verwurzelt, das heißt, sie beten Naturgottheiten und Geistern an.

Bei den Surma ist eine Evangelisation menschlich gesehen unmöglich. Sie sind enorm aggressiv und hängen an ihren animistischen Traditionen. Weil sie das Evangelium aufnahmen, wurden die Dize von den Surma verachtet. Wenn Dürren ins Land kommen oder die Jagd nicht erfolgreich war, wurden die Dize dafür verantwortlich gemacht, weil sie ihre Götter wegen ihrer Zuwendung zu Jesus verärgert haben. Der Hass gegen die Dize steigerte sich so weit, dass die Surma in ihrem Zorn ein Massaker an den wehrlosen Dize anrichteten. Diesen Völkermord konnte selbst die Regierung nicht ignorieren. Sie musste einschreiten um diesem Wahnsinn ein Ende zu setzen. Unser Evangelist Akutsoni lebt in ständiger Gefahr. Trotz dieser lebensbedrohlichen Situation wächst die Gemeinde in Dize beständig und dafür sei Jesus Dank.

Mission trotz Verfolgung und bitterer Armut

Ketar Genet ist ein Dorf Richtung Südäthiopien, dass in der Provinz Arsi liegt. Aus dieser Gegend kommen die äthiopischen Marathonläufer. In Ketar Genet leben vor allem orthodoxe Amhara und muslimische Oromo. 21 % der Bevölkerung sind animistisch. Tasew, unser Evangelist, dient dort mit dem Evangelium. Die Schwierigkeiten in Ketar Genet ist die, dass es praktisch keine Religionsfreiheit gibt. Wenn jemand sich für Jesus entscheidet, verliert er seinen Job und kann nicht mehr als Landwirt arbeiten. Auch Verfolgungen von muslimischer Seite sind allgegenwärtig. Trotz aller Barrieren entstand hier eine kleine Gemeinde, die standhaft bleibt. Einer der größten Hindernisse ist die Armut der Gemeinde. Wenn Neubekehrte ihre Jobs verlieren und nicht mehr eingestellt werden, weil sie sich zu Christus bekennen, sind sie finanziell ruiniert. Darum haben wir eine kleine Patenkindergruppe für die ärmsten Familien der Gemeinde gestartet, durch das sie finanziell versorgt werden können. Wir hoffen, dass der Herr eine große Erweckung schenkt, sodass viele zum Glauben kommen und die Lage sich für die Christen bessert.

Kindermission

Kindern das Evangelium nahe zu bringen ist in Äthiopien ein völlig neuer Gedanke. Durch Erweckungen sind die meisten Gemeinden stark engagiert, das Evangelium den Nichtchristen zu verkündigen. Deswegen geraten die Kinder oft in Vergessenheit. Die Folgen sind vorhersehbar. Im Laufe der Jahre wird diese Vernachlässigung an einer ungläubigen Jugend sichtbar. Der zunehmende moderne Zeitgeist wirkt verlockend auf die Jugendlichen; das erschreckt viele Eltern. Darum haben wir vor etlichen Jahren begonnen, Kindermissionare auszubilden, die sich für die Kinderarbeit in der Gemeinde und auch außerhalb einsetzen.

Die Kindermissionare haben eine Verantwortung in ihrer Gemeinde. Sie betreuen die Kinder von klein auf. In vielen Orten sind inzwischen Kindermissionare tätig und wir erleben, wie Gott das Gelingen und eine geistlich aufwachsende Jugend schenkt, die Jesus nachfolgen möchte. Die Kinder kommen mit Begeisterung in die Kinderstunden, sie werden durch das Wort verändert und für ihr Leben geprägt. Wir erleben in allen Orten Bekehrungen von älteren Kindern. Viele, die in die Jugend gehen, lassen sich taufen, und nicht wenige dienen und helfen aktiv in der Gemeinde. Ein gutes Glaubenszeugnis!

Gefangenenmission

Die Gefängnismission ist zwar nur ein kleiner Teil unserer Missionsarbeit, aber ein besonders wichtiger. Im Gefängnis haben die Insassen Zeit um über ihr Leben nachzudenken. Gerade in den schlimmsten Situationen des Lebens wird einem Menschen wirklich vor Augen gestellt, dass man Gott braucht. Und genau da wollen unsere Evangelisten Licht in der Dunkelheit sein. Gerade da erleben wir, dass viele Insassen diesem Evangelium, das von einem gekreuzigten Messias spricht, der Erlösung und wahre Freiheit bringt, zuhören wollen. Gerade da zeigt sich Gottes Herrlichkeit, dass Gott keinen Gefallen daran hat, dass der Sünder stirbt sondern sein Leben Gott weiht (Hes.18,23).

Dieser Teil der Missionsarbeit hat besondere Herausforderungen. Eine dieser Herausforderungen ist die Zusammenarbeit mit der Gefängnisleitung. Nur selten finden sich gläubige Christen, die diese Arbeit fördern. Fragen, die man sich stellt sind: Was wird die Gefängnisleitung alles dulden? Gottesdienste oder auch persönliche Seelsorge? Wie viel Zeit bekommt ein Evangelist in der Anstalt? Andere Herausforderungen sind die Mitinsassen, die oft islamisch geprägt sind. Was geschieht, wenn wir unter ihnen arbeiten und einer von ihnen sich bekehrt? Was werden die anderen daraufhin tun? Gerade im Gefängnis ist doch die Gewaltbereitschaft am höchsten. Die Bibel sagt uns, dass wir durch viele Bedrängnisse in das Reich Gottes eingehen müssen, Apg.14,22. Wir in Europa kennen meistens keine Unterdrückung wegen unserer Überzeugung. Daher ist es nur schwer nachzuvollziehen, was die bekehrten Gefangenen da durchmachen müssen. Lasst uns für sie im Gebet einstehen gerade in solchen Situationen, dass sie Gott bewahrt und das auch sie den Glauben bewahren. Wenn wir unser Leben lieben, so werden wir es verlieren. Wenn wir aber bereit sind unser Leben für Jesus zu lassen, so werden wir das wahrhaftige Leben gewinnen (Joh.12,25)!

Aktuelles zu diesem Tätigkeitsfeld

Zwei einsame Kämpfer

Ich verreise seit 23 Jahren mindestens einmal im Jahr als Missionar in mein Heimatland Äthiopien. In diesen Jahren habe ich zehntausende Menschen zu Jesu kommen…

Ein Bericht von Helmut Blatt

Wie das Evangelisten-Projekt in Äthiopien benötigt wird. Eine reife Ernte, die Arbeiter benötigt. Die ganze Arbeit von Evangeliums-Mission Äthiopien wächst beinahe ungebremst. Das ist sehr…
All articles loaded
No more articles to load

Mit einer Spende mithelfen...

Helfen zu können ist etwas Großartiges. Was die Unterstützung von Evangelisten und anderen hilfsbedürftigen Menschen in Äthiopien angeht, übersteigt der Bedarf unsere finanziellen Möglichkeiten. Deswegen sind wir auf Mithilfe angewiesen. Wir freuen uns über jede noch so kleine Spende.