Gemeinde in Harar in Not- bitte helft!

In Äthiopien nimmt die Christenverfolgung immer mehr zu. Auch unsere Gemeinde in Harar leidet zurzeit stark unter dem sich immer mehr radikalisierendem Islam. 

Die Lage in in manchen Gebieten Äthiopiens wird für die Christen immer schwieriger. In meinem letzten Bericht Reisebericht Sommer 2016 habe ich schon ein wenig davon erzählt. Seitdem hat sich die Lage nicht verbessert.

Die Moslems in Harar möchten, dass alle Christen die Stadt verlassen und nur noch Moslems darin wohnen. Zu einem großen Teil haben sie ihr Ziel auch schon erreicht. In Harar gibt es offiziell 99 Moscheen. Die inoffizielle Zahl reicht aber weit über 200 Moscheen hinaus – und dass allein in einer Stadt! Viele Moslems besitzen Firmen, und alle Christen, die darin arbeiten, werden gezielt angegriffen, sei es durch unfaire Bedingungen oder durch grundlose Entlassungen, so dass die Betriebe nach und nach nur aus Moslems bestehen. Es gibt aber auch einige Christen in Harar, die ein Geschäft haben – einige besitzen z.B. ein Café oder ein Restaurant. Ihre Mitarbeiter sind sowohl Christen als auch Moslems. Um ihre Existenz in Harar zu zerstören, wird den muslimischen Angestellten Geld dafür geboten, dass sie nicht mehr zur Arbeit erscheinen. So fallen wichtige Arbeitskräfte aus. Auf die Schnelle neue, christliche Mitarbeiter zu bekommen ist oft nicht möglich. Einige Christen mussten aus diesem Grund ihren Laden schließen. Das ist nur ein Beispiel, wie die Moslems versuchen, den Christen das Leben schwer zu machen. Viele Orthodoxe halten es in Harar nicht mehr aus und verlassen die Stadt. Einige ziehen in die Hauptstadt oder in eine andere Stadt, die nicht vom Islam beherrscht ist. Nur die Christen wollen sich nicht aus Harar vertreiben lassen. Sie möchten bleiben und den Menschen in der Dunkelheit ein Licht sein. Unsere Gemeinde in Harar gehört auch dazu. Aber leicht hat es die Gemeinde ganz und gar nicht.

Bis jetzt hat sich die Gemeinde in einem gemieteten Gebäude getroffen. Der Besitzer ist ein Moslem, aber es hatte ihm bis vor ein paar Monaten nichts ausgemacht, dass sich Christen darin versammeln (die Gemeinde versammelt sich schon mehrere Jahre in diesem Gebäude). Ganz plötzlich teilte ihnen der Vermieter mit, dass sie das Gebäude innerhalb von drei Monaten verlassen müssen. Die Gemeinde hat daraufhin beschlossen ein Grundstück zu kaufen. Jedes Mal, wenn sie jedoch ein Grundstück in Aussicht hatten, kamen die Moslems und boten den doppelten Preis. Das hatte die Gemeinde natürlich sehr entmutig. Zu unserer Gemeinde in Harar gehören drei Brüder, deren Vater ein orthodoxer Christ ist. Er gehört zu denjenigen, die es in Harar einfach nicht mehr aushalten. Er möchte nach Addis Abeba ziehen. Dort leben weitere Kinder von ihm und er möchte sich dort zur Ruhe setzten. Sein Grundstück in Harar wollte er an die Gemeinde verkaufen. Als die Moslems davon erfuhren, boten sie ihm das Dreifache für das Grundstück, er lehnte jedoch dankend ab. Das war vielleicht eine Erleichterung für unsere Geschwister in Harar! Der Herr stand ihnen zur Seite und das gab ihnen neuen Mut. Um das Grundstück kaufen zu können waren die Geschwister auf Hilfe von außen angewiesen. Es begann eine Spendenaktion sowohl in Äthiopien als auch in Deutschland. Vor ca. zwei Monaten hatten wir dann ein Viertel der gesamten Summe zusammen. Ich besuchte daraufhin den alten Mann und fragte ihn ob es in Ordnung wäre, wenn wir ein Viertel des Betrags sofort bezahlen würden und der Rest nach und nach dazukommen würde. Er war damit einverstanden. Gestern bekam ich jedoch einen Anruf von der Gemeinde. Der Verkäufer möchte die gesamte Summe für das Grundstück innerhalb von 30 Tagen haben. Er möchte Harar so schnell wie möglich verlassen, und um sich ein Haus in Addis Abeba kaufen zu können, benötig er das ganze Geld. Bis heute fehlen noch über 50% um das Grundstück abbezahlen zu können. Es bleibt nicht mehr viel Zeit übrig. Bitte denkt doch an die Geschwister in Harar. Helft mit für die Geschwister zu beten, und wenn es euch möglich ist, dann unterstützt die Gemeinde in den nächsten Tagen auch mit Euren Gaben! Es ist ein großes Herzensanliegen von mir, dass die Gemeinde in Harar bestehen bleibt und dass sie das Grundstück in den nächsten 30 Tagen abbezahlen können. Der Herr kann ein Wunder tun, und er kann Sie dafür gebrauchen!

 

Wenn Sie sich angesprochen fühlen und der Gemeinde in Harar helfen wollen, finden Sie hier unsere Kontodaten im Impressum. Bitte geben Sie im Verwendungszweck „Verfolgte Christen in Harar“ an.

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