Glück im Unglück Teil 2

Diesen Ort wo wir hingefahren sind, heißt Shewa Robit 60 Kilometer von der Hauptstadt Addis Abeba entfernt. Wir fuhren um 8 Uhr morgens weg. Die Straße war gut asphaltiert. Anfangs in der Stadt wurde die Straße voller. Als wir uns von ihr entfernten, wurde es angenehmer. Wir hatten einen guten Geländewagen, eine Toyota Land Kruzer. Obwohl ein Fahrer dabei war fuhr ich selbst. Der Onkel Solomon war nicht damit einverstanden, dass ich recht schnell fuhr. Ich schätze nach 30 km guter Fahrt fing der Wagen an zu wackeln. Ich fragte unseren Fahrer, der neben mir saß, was das wäre? Er sagte der Wagen hat diese Gewohnheit. Ich habe angefangen langsamer zu fahren aber das Wackeln hat nicht aufgehört. Ungefähre nach 10 km in diesem wackligen Zustand fuhren wir über eine Brücke. Onkel Solomon sagte: „schaut da runter, da liegt ein Transporter. Er hatte recht.

Da sagte Onkel Solomon: „Shimi, halt hier, ich steige aus, wenn du willst kannst du weiter fahren ich mach das nicht mehr mit. Mir blieb keine andere Wahl, ich fuhr den Wagen an den Straßenrand Ich stieg aus und sah mir die Reifen an. Als ich auf die linke Seite mir die Reifen ansah, konnte ich es nicht glauben. Ich musste feststellen, dass 4 von 6 Mutterschrauben ganz weg waren. Wir sind, ich weiß es nicht wie lange, nur mit zwei Schrauben gefahren. Ich bin einfach am Straßenrand hin und hergegangen im Schockzustand, kniete und dankte Gott. Mit 100 bis 140 Sachen auf der Straße mit so einem Schaden hätte man das nicht überleben sollen, schon gar nicht in Äthiopien. Ich habe gedacht, dass Gott seinen Engel sandte, der den Reifen festhielt. Sonst kann ich mir das nicht anderes erklären. Das war ein Wunder. An solchen Momenten denkt ein Missionar an die ohne Unterlass betenden Geschwister, die durch ihre Gebet Gottes Hand bewegen. Danke ihr Lieben, Gott segne euch.  

Euere Missionar, Shimeles Retta.

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