Glück im Unglück

Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden…Diese Aussage unseres Heilands finden wir in seinem Missionsbefehl in Matthäus 28.18b. Der Vers ist mir persönlich eine himmlische Unfallversicherung geworden.

In den letzten 25 Jahren meines Dienstes in Äthiopien, habe ich fünf schwere Unfälle überlebt. Die möchte ich zu seiner Ehre in den nächsten Wochen als Zeugnisse berichten.

Auf eine Bitte eines Bruders hin, wurde ich auf ein abgelegenes Gebiet mit großer Anzahl von koptisch-orthodoxen Christen aufmerksam gemacht. Den Bruder kannte ich von der ersten Äthiopien-Reise 1994 an eine Bibelschule, die wir damals unterstütz haben. Nach fünf Jahren, also 1999, begegneten wir uns. In der Zwischenzeit ist er ein Mitarbeiter im Hauptbüro in Addis Abeba geworden. Er erzählte mir, dass er an seinem Geburtsort, wo seine Familie als Bauern lebte, seine Eltern und seinen jungen Bruder zu Jesus geführt hatte. Er hatte vor, eine Gemeindegründung anzufangen. Obwohl dieses Gebiet koptisch-orthodox ist, war er fest entschlossen, das zu tun. Er sagte, er hätte sogar ein Grundstück bekommen, um ein Bethaus zu bauen.

Meine Reaktion war, dort hinzufahren und selbst zu sehen was benötigt wird. Die Fahrt war drei bis vier Stunden lang, wurde mir gesagt. Außerdem begleiteten uns noch meine Nichte und mein Mentor, Onkel Solomon. Dieser Bruder hat mich von Anfang an überall in Äthiopien begleitet. Als er nach 17 Jahren Begleitung aufgehört hatte, sagte er, bevor er in die USA flog: „Shimi, du sagst immer ich bin dein Paulus und du bist meine Timotheus, jetzt ist es an der Zeit, dass Timotheus erwachsen wird. Ich werde wie immer für dich beten, aber ich muss gehen.“ Onkel Solomon ist vor zwei Monaten heimgegangen. Er wird mir fehlen, aber ich bin so getröstet mit der Tatsache, dass keiner wie und der Apostel Paulus sagen können: 2 Timo. 4.7 „Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe den Glauben gehalten;“ Er hat für seinen HERRN gelebt, wie keiner, der mir bekannten Brüder. In den 17 Jahren intensiven Dienstes habe ich einen gesegneten, sonderbaren Bruder an meiner Seite gehabt. Ich denke, ich werde von dieser Dienstzeit mit Onkel Solomon noch berichten. So Gott will und wir leben.

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