Hara – Ziel meiner ersten Missionsreise Teil 1

Hara, in diesem kleinen, unbedeutenden Bauerndorf zwischen Bedessa und Asebe Teferi (nicht zu verwechseln mit der berühmten Stadt Harar), wollte ich 1994 mit der Missionsarbeit in Äthiopien beginnen.

Seit meiner Bekehrung brannte die Sehnsucht in mir, das Evangelium in meinem Heimatland zu verkündigen, und meine Gedanken wanderten zuerst nach Hara, dem Dorf, das ich als Kind mit meiner Mutter so oft besucht hatte. Aus dieser Gegend stammten meine Eltern, und einmal im Jahr fuhr meine Mutter mit mir von Addis Abeba dorthin, stets Medikamente für die Kranken im Gepäck. Alle freuten sich immer auf das Kommen meiner Mutter, und die Besuche haben in mir als Kind schon die Sehnsucht geweckt, es ihr einmal gleich zu tun. Als ich mich nun viele Jahr später bekehrte und das Verlangen bekam, das Evangelium in Äthiopien zu verkündigen, dachte ich zuerst an Hara. Dorthin wollte ich reisen!

Doch 1994 war die politische Situation in dieser Gegend sehr instabil, es gab Unruhen, denen Tausende zum Opfer fielen. Die ganze Provinz Hararge war damals unzugänglich, und schweren Herzens stellte ich meinen Wunsch, Hara zu besuchen, zurück. Ein Jahr später konnte ich jedoch erstmals nach Dire Dawa fahren, der bedeutendsten Stadt dieser Provinz. Obwohl mich die Fahrt an Hara vorbeiführte, hatte ich noch keine Möglichkeit, das Dorf selbst zu sehen. Aber in dieser Zeit entstand unser Projekt der einheimischen Evangelisten mit dem Ziel der Gemeindegründung in Ostäthiopien. Immer mehr Evangelisten konnten wir aussenden in entlegene Dörfer, nur um Hara blieb es still. Doch es wurde für Hara intensiv gebetet. lm Jahr 2002 besuchte ich unseren Evangelisten Wendwessen Debebe in seiner Station Boki. Da seine Station nicht weit entfernt von Hara liegt, wollte Wendwessen sich darum kümmern und den Ort besuchen. Gleichzeitig begann der Herr, auf einem ganz anderen Wege zu wirken. Ein junger Mann aus Hara, Endashaw, kam nach Asebe Teferi und lernte dort die Gemeinde kennen und hörte das Evangelium. Völlig überwältigt bekehrte sich der junge Mann, und als er nach Hara zurückehrte, wünschte er sich nichts mehr als seine Familie und Freunde zu Jesus zu führen.

Wie die Geschichte weitergeht, erfahrt ihr nächste Woche.

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