Hara – Ziel meiner ersten Missionsreise Teil 3

Endlich in Hara!

In diesem Frühjahr endlich konnte ich Hara selbst besuchen. Gemeinsam mit unserem Salomon und Helmut Linke von der Emmaus-Bibelschule fuhren wir los. Weil wir wegen der großen Hungersnot in dieser Gegend gehört hatten, war unser Auto mit Decken und Getreidesäcken vollgepackt. Kurz vor Hara endet die Autostraße, und etliche Dorfbewohner erwarteten uns schon mit Maultieren und Esel. Nach dreistündigem Marsch erreichten wir Hara, fast eine Woche blieben wir hier, konnten das Evangelium verkündigen und Aufbauarbeit in der Gemeinde leisten. Helmut Linke führte eine fünftägige Schulung durch, zu der zahlreiche Besucher kamen. Sogar ein Medizinmann kam am letzten Morgen zum Unterricht. Ich kannte den alten Mann, Tesfàye, noch von früher und hatte ihn besucht, um ihm Zeugnis zu geben. Als seine Tochter das Evangelium hörte, warf sie spontan die Amulette ihrer Kinder ins Feuer, weil sie erkannte, dass Gott die Zauberei verabscheut.

lhr Bruder besuchte die Gottesdienste und hielt sich zu den Gläubigen, was ihm öffentliche Kritik durch den orthodoxen Priester einbrachte. Dieser Angriff bestärkte aber den alten Vater noch in seinem Interesse am Evangelium, statt ihn einzuschüchtern. Wie viele andere hielt diese Familie nur die Sorge um einen Beerdigungsplatz davon ab, sich offen und endgültig zu den Christen zu stellen. Den gläubigen Christen ist ja der orthodoxe Friedhof verboten. Es gibt Christen in Äthiopien, die gezwungen waren, ihre verstorbenen Angehörigen in der eigenen Hütte zu bestatten. Der ungeheure Schmerz lässt sich kaum erahnen. Dieses letzte Druckmittel der orthodoxen Kirche verfehlt ihre Wirkung auf Menschen nicht, die sich für das Evangelium öffnen wollen. Nachdem wir ein Grundstück mit einer Hütte als Bethaus für die Gläubigen in Hara kaufen konnten, baten wir nun auch um einen Beerdigungsplatz, damit die Gläubigen in Hara ihre Toten würdig bestatten konnten. Dies sollte kein Hindernis sein, dass die Christen in die Versammlungen gehen können.

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