Maji – irgendwo im Nirgendwo

Mitten im Niemandsland in Südwestäthiopien, unweit der sudanesischen Grenze im Süden der Provinz Keffa, gibt es in der unbedeutenden Stadt Maji eine kleine Gemeinde. Sie ist umgeben von teils unentwickelten Stämmen wie Surma und Dize, blutige Stammesfehden gehören zum Leben der Menschen. Die Gemeinde Maji ist selbst recht klein – was kann so eine kleine Schar schon bewirken?

„Du hast eine kleine Kraft“ – Offb. 3,8

Das sind die Worte, die auf die Gemeinde Maji wirklich zutreffen. Klein ist die Zahl ihrer Mitglieder, gerade einmal 90 getaufte Christen. Diese kleine Schar lebt abgelegen in einem der letzten Winkel Äthiopiens, umgeben von kriegerischen Nomadenstämmen, die noch als Animisten leben, also echte Heiden sind. Der bedeutendste Stamm sind die Surma, die als sehr brutal bekannt sind. Meist tragen sie wenig mehr als ein blaues Stück Tuch, das sie um sich wickeln, aber eine Waffe haben sie stets dabei. Die Surma unterdrücken die anderen Stämme der Umgebung. Vor allem hassen sie die Dize, weil diese sich für das Christentum geöffnet haben. Dürren, Unwetter, alles lasten die Surma nun den Dize an. Sie haben sogar einmal versucht, den Stamm völlig auszulöschen, was die Regierung im letzten Moment noch verhindern konnte. Damals sollen noch gut 100 Dize übriggeblieben sein – wirklich ein sehr brutales Vorgehen.

 

„Gehet hinaus“ – kann das eine so kleine Gemeinde überhaupt?

Da steht also nun eine kleine, schwache Gemeinde der Herausforderung gegenüber, unter solch schwierigen Volksgruppen zu missionieren – wenn sie denn den Auftrag Jesu ernst nehmen und hinausgehen, wie Er es geboten hat. Bei 90 Mitgliedern ist es klar, dass jeder fähige Mitarbeiter auch in der eigenen Gemeinde benötigt wird. Woher sollen die Christen in Maji also die Brüder nehmen, woher überhaupt das Geld, um rauszugehen – und wie weit können sie schon kommen?

Wenn wir daran denken, welche Zusage der Herr der Gemeinde gibt, die eine „kleine Kraft“ hat, dann müssen wir hier Großes erwarten. Das habe ich auch getan, doch die Mission, die von der Gemeinde Maji ausgeht, hat selbst mich sprachlos gemacht. Die Gemeinde Maji gründet neue Gemeinden in 7 verschiedenen Orten mit exotischen Namen wie:

  • Hadikas: 239 Christen, ca. 120 km entfernt – ist in unserem Projekt
  • Shetent: 457 Christen – ist in unserem Projekt
  • Muye: 178 Christen, 40 km entfernt – ist in unserem Projekt
  • Say Alkit: 330 Christen, 40 km entfernt
  • Kersikumdit: 81 Christen, 25 km entfernt
  • Ari Kebele: 118 Christen, 15 km entfernt
  • Tum: 18 Christen, 30 km entfernt

Die Gemeinde Maji – eine Segensquelle für die Menschen der Umgebung

Von Maji geht also eine unglaubliche Kraft und ein großer Segen aus. Wenn man die Christen in Maji sieht, spürt man ihre Ernst und ihre Hingabe. Was müssen diese Gläubigen investiert haben, um so viel Frucht in ihrer Umgebung zu bewirken? Je nach Ort gibt es zu 65 Animisten, die also noch den alten Stammesreligionen anhängen und zu den Geistern beten. Das sind unerreichte Menschen, die ohne Jesus verloren gehen. Die Gläubigen in Maji sind sich ihrer Verantwortung bewusst und geben ihr Äußerstes, und der Segen des Herrn folgt ihren Bemühungen.

 

Wenn ich die Gemeinde in Maji sehe, bin ich dem Herrn zutiefst dankbar, dass wir hier als Mission helfen und am Segen Anteil haben dürfen. Wenn Ihr Euch überlegt, wie Ihr da helfen möchtet: Unser Evangelist in Muye braucht noch einen Paten; wir haben ihn kürzlich erst eingesetzt. Die Gemeindegründungen in Say Alkit, Kersikumdit, Ari Kebele und Tum sind erst einmal auf unserer Warteliste – wir können uns noch nicht leisten, hier Evangelisten einzusetzen und vorzufinanzieren; hier sind neue Paten wichtig. Und vor allem, betet für die Geschwister in Maji!

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