Monatsbericht September

Was geschah in unseren Gemeindegründungen in Äthiopien während Corona? Wie erging es unseren Evangelisten im Lockdown?

Äthiopien – Corona Lockdown und Evangelisten Hilfe
Die Corona Krise hat in Äthiopien sehr plötzlich für Veränderungen gesorgt, die niemand geahnt hätte (wie auch bei uns hier). Versammlungen wurden verboten, und so entfielen die üblichen Gottesdienste. Darüber hinaus mussten auch Schulungen für Neubekehrte unterbrochen werden – die Gemeinden standen vor ernsten Herausforderungen. Vom Hauptbüro in Addis Abeba wurden zwar Videobotschaften, Schriftmaterial und Telefonandachten organisiert, doch auf dem Land konnte man damit längst nicht alle Christen erreichen. Wie würde es weitergehen, so war die bange Frage.

Auf ebenso ungeahnte Weise waren unsere Evangelisten jedoch auf diese Krise vorbereitet. Gerade in den letzten zwei Jahren haben wir sie intensiv geschult und ihnen dazu gute Bücher inklusive Studienbibel gegeben. Neben unseren Evangelisten haben wir auch viele Brüder aus Gemeinden geschult, insgesamt waren sie zusammen 1.300 Personen. Während viele Evangelisten in große Geldnot kamen, weil die Gemeinden kein Einkommen mehr hatten (durch rasant wachsende Arbeitslosigkeit der Mitglieder), hatten unsere Evangelisten ihr monatliches Gehalt. Sie werden ja durch die Paten in Deutschland getragen. Wir haben uns bemüht, die anderen Evangelisten aufzufangen, so weit es uns möglich war, damit sie nicht ihren Dienst aufgeben mussten wegen ihrer Familien. Das haben wir auch weiterhin im Programm.

So waren unsere Evangelisten versorgt, leiblich durch ihr Gehalt und geistlich durch die Schulungen und die Bücher. Sie waren daher in der Lage, in die Bresche zu springen und sich der Gläubigen persönlich anzunehmen. Überall gründeten sie winzige Hausbibelkreise, die sie betreuten, alles mit dem geforderten Abstand. Maximal fünf Personen waren erlaubt. Ich kann mir vorstellen, was das für eine Arbeit war – Gemeinden mit mehreren hundert Mitgliedern so zu betreuen! Doch unsere Evangelisten bezogen andere Brüder mit ein, trugen selbst allerdings die größte Last. Es ist eine gewaltige Leistung, welche unsere Evangelisten immer noch bringen, doch die Frucht ist ebenso beeindruckend. Langsam werden die Gemeinden in Äthiopien wieder geöffnet, es gibt schon erste Gottesdienste, jedoch noch schichtweise wegen des Abstands. Nun zeigt sich am Zustand der Gläubigen, was die Betreuung unserer Evangelisten bewirkt hat. Und die Nachrichten sind von überall so positiv und ermutigend, das tut auch uns hier wirklich gut zu hören. Die Gemeinden sind unbeschadet durch die Krise gegangen.

Wir sind dem Herrn von Herzen dankbar, dass Er das alles so geführt hat, dass unsere Evangelisten durch Schulungen gestärkt in diese Krise gingen und so die Gläubigen in ihrer Isolation auffangen und betreuen konnten.

Patenkinder – Aksan: Ein Microbusiness für die Mutter
„Mein Name ist Zenebech. Dank der Unterstützung durch Spender habe ich die Möglichkeit erhalten Gemüse zu verkaufen. Damit möchte ich meine Familie ernähren.“

Wir möchten einen Bereich vorstellen, mit dem wir Bedürftige in Äthiopien unterstützen. Es handelt sich dabei um das Microbusiness, bei dem den Müttern unserer Patenkinder die Möglichkeit gegeben wird, sich ein kleines Geschäft aufzubauen und selbst für das Einkommen der Familie mit zu sorgen. Zenebech ist eine solche Frau und hat schon einige Arbeiten in ihrem Leben gemacht, damit sie das nötige Geld zur Ernährung ihrer Familie zusammen bekommt. Auch ihr Mann ist immer wieder in kleinen Anstellungen. So erarbeitet sich die Familie den Lohn, den sie täglich benötigen. Ihre Tochter Aksan wird bereits durch unser Patenkinderprojekt unterstützt und erhält dort u.a. eine Schulbildung. Dank der Unterstützung von Spendern konnten wir Zenebech den Start im Verkauf von Gemüse ermöglichen. Dafür kann sie zum Markt gehen und ihre Ware, die sie vorher selbst eingekauft hat, zum Verkauf anbieten. Wenn sie sich gut einsetzt, kann sie den Verkauf noch erweitern und damit auch einen größeren Gewinn für ihre Familie ermöglichen. Neben den Kosten für ihre Familie benötigt sie selbst Medikamente, da sie krank und auf eine dauerhafte Behandlung angewiesen ist. Hier ist es auch sehr wichtig, dass die Medikamente mit ausreichend Nahrung eingenommen werden, da sonst der Körper zu sehr davon angegriffen wird. Für Zenebech gilt es viele Dinge zu beachten und wir dürfen sie dabei im Gebet unterstützen.

Jeremia 29,11: „Denn ich weiß, was für Gedanken ich über euch habe, spricht der Herr, Gedanken des Friedens und nicht des Unheils, um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben.“

Bitte beten Sie für den Erfolg des Verkaufsstandes von Zenebech. Möchten auch Sie jemanden beim Aufbau eines solchen Microbusiness unterstützen? Gerne können Sie sich dazu bei mir melden.

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Helfen zu können ist etwas Großartiges. Was die Unterstützung von Evangelisten und anderen hilfsbedürftigen Menschen in Äthiopien angeht, übersteigt der Bedarf unsere finanziellen Möglichkeiten. Deswegen sind wir auf Mithilfe angewiesen. Wir freuen uns über jede noch so kleine Spende.

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