Bilder vom Kirchenbau...

Kirchenbau

Einer unserer vielfältigen Dienste in Äthiopien ist der Kirchenbau. In den letzten 25 Jahren unseres Dienstes haben wir mehrere große, mittlere und kleine Kirchengebäude errichtet.

Ein Beispiel für einen Kirchenbau

Im Jahr 1995 kam besuchten wir eine alte kleine Stadt in den Bergen, damals Asebe Teferi genannt – heute heißt der Ort Chiro.

In Chiro gründeten mennonitische Missionare aus den USA (Eastern Mennonite Mission) in 1960 eine Gemeinde. 1974 wurde der äthiopische Kaiser Haile Selassie gestürzt und die Kommunisten kamen an die Macht; von da an wurden nach und nach die Gemeinden geschlossen. So verließen auch die Missionare Äthiopien, und die einheimischen Geschwister gingen in den Untergrund. Damals war in Chiro eine sehr kleine Gemeinde mit 20 Personen. Wir sahen, dass sie alle eifrig ihre wiedergewonnene Glaubensfreiheit einsetzten und das Evangelium in ihrer Stadt weitergaben. Ein Jahr danach besuchten wir sie wieder, und zu unserer Überraschung sahen wir, dass die kleine Kapelle, welche die Missionare gebaut hatten, nicht mehr für sie reichte. Sie hatten eine provisorische Lösung, um mehr Leuten Platz zu bieten: Vor den Fenstern gab es eine Art Unterstand aus Holz und Zeltplane, da saßen die Gottesdienstbesucher, die nicht mehr in die Kapelle passten.

Die Gemeinde hatte viele Nöte, wie fehlende Evangelisten, Sitzbänke und anderes mehr, aber uns fiel doch das Problem mit ihrem Kirchengebäude besonders auf. Zurück in Deutschland machten wir Gemeinden auf diese Not aufmerksam. Der Herr hat das Gebet unserer Geschwister erhört und eine Gemeinde meldete sich. Auf unserer nächsten Missionsreise kamen wir wieder nach Chiro und erlebten eine Überraschung. Die Stadt hatte eine enorme Entwicklung erlebt. Chiro hat einen Vorteil: Von hier aus geht die wichtigste Handelsstraße Richtung Osten, welche die Hauptstadt Addis Abeba mit Dire Dawa und der Hafenstadt Djibouti verbindet. So waren in Chiro viele neue Geschäfte entstanden, zusätzlich baute die neue Regierung eine Universität und viele Studenten kamen in die Stadt – etliche fanden hier den Weg zu Jesus.  Das ganze Land wuchs rapide, ebenso die Bevölkerungszahl, und dem entsprechend war auch die Gemeinde sehr stark gewachsen.

Wir sprachen mit den Ältesten der Gemeinde; gemeinsam machten wir einen Plan, auf dem Grundstück neben der alten Kapelle neu zu bauen. Wir übergaben ihnen die Spende, die sie für diesen Zweck erhalten haben. Die Arbeit dauerte fünf Jahre, bis der Bau ganz abgeschlossen war. Doch schon nach anderthalb Jahren, als die Dachkonstruktion stand, wurden hier Gottesdienste gehalten – in Äthiopien kein Problem!

Das Wachstum der Gemeinde ging weiter: Was mit der winzigen Schar von 20 Gläubigen angefangen hatte, ist heute zu einer großen Gemeinde geworden, aus der bereits zwei Tochtergemeinden und sechs Gemeindegründungen sowie kleine Hauskreise hervorgegangen sind. Auch am Kirchengebäude für die Tochtergemeinde sind wir übrigens beteiligt gewesen.

Wir sind dem Herrn für das anhaltende Wachstum der Gemeinden sehr dankbar. Dadurch entsteht aber immer wieder neuer Bedarf an Kirchengebäuden. Deshalb möchten wir nun zu diesem Zweck in unserer Mission einen eigenen Zweig einrichten. Wir sind auf euer Gebet und eure Gabe angewiesen. Kirchen sind in Äthiopien nicht nur für Gottesdienste da. Sie sind vielmehr Häuser, in denen sich das Leben der Gläubigen abspielt und wo sich alle treffen. Menschen in seelischer, leiblicher und geistlicher Not kommen den ganzen Tag hierher und suchen Hilfe oder auch einfach Gebetsunterstützung, andere brauchen einen Unterschlupf. Älteste und Evangelisten sind hier immer erreichbar. Mit einem Kirchengebäude ist es einer Gemeinde möglich, effektiv in dem Ort zu arbeiten und zu helfen – und wir dürfen durch die Unterstützung von Kirchenbauten dazu beitragen.

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Mit einer Spende mithelfen...

Helfen zu können ist etwas Großartiges. Was die Unterstützung von Evangelisten und anderen hilfsbedürftigen Menschen in Äthiopien angeht, übersteigt der Bedarf unsere finanziellen Möglichkeiten. Deswegen sind wir auf Mithilfe angewiesen. Wir freuen uns über jede noch so kleine Spende.

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